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Wenn Tiere erben sollen

Rechtliche Aspekte - das ist laut deutschem Recht möglich:

Tiere können – zumindest in Deutschland – nicht im Testament als Erben eingesetzt werden. Trotzdem gibt es natürlich Möglichkeiten, dem überlebenden, geliebten Haustier trotzdem ein unbeschwertes Weiterleben zu gewährleisten. Zum Beispiel:

A) Ich benenne einen Alleinerben, der auch das Tier erben und behalten soll. Dabei kann ich a) darauf vertrauen, dass er gut für meinen Liebling sorgen wird oder b) eine entsprechende Auflage in mein Testament schreiben.

B) Ich benenne einen Haupterben und vermache mein Tier (am besten plus einer Summe X für dessen Betreuung) einer Person meines Vertrauens (mit der ich auch vorher gesprochen haben sollte).

C) Ich vererbe mein Vermögen (oder einen Teil davon) mitsamt des Tieres an einen Tierschutzverein, der sich dann um mein Tier kümmert.

D) Ich vererbe mein Vermögen (oder einen Teil davon) mitsamt des Tieres an einen Tierschutzverein, mit der Auflage, das Geld nur für Pflege meines Tieres zu verwenden. Je nachdem wie klar die Klausel formuliert ist, kann so das Tier zum Beispiel an eine nette Nachbarin gehen, die monatlich eine Summe X für die Pflege des Tieres erhält. Und alle anfallenden Tierarztkosten sind darüber hinaus gesondert aus dem Nachlass zu entrichten. Das hat noch einen zusätzlichen Vorteil für die Nachbarin, sie muss dadurch keine Erbschaftssteuer bezahlen.