Wir wollen euch unsere Reise im März 2011 nach Spanien nicht vorenthalten.

Ankunft Sonntag Abend in Calpe. Am nächsten Morgen kam die dort lebende Draußenkatze in einem so schlechten Zustand ans Fenster, dass wir als Erstes beschlossen: Die geht zum Tierarzt". Gesagt – getan. Dort bekam sie eine Narkose, wurde eingehend untersucht und auch Bluttests wurden gemacht.

 

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Zur Beruhigung: Bluttest negativ und es war nur eine sehr schlimme Zahnfleischentzündung, die ihr große Schmerzen bereitet hat. Sie bekam Medizin und ein Langzeitantibiotika und am nächsten Tag aß sie wieder mit großem Appetit. Dann auf nach Benidorm ins dortige Tierheim. Jenny hatte es noch nicht gesehen und ich wollte ihr mal ein typisches spanisches Tierheim (von der humanen Art) zeigen.

Erklärung: ASOKA ist mit nichts vergleichbar, es besteht aus vielen tierlieben Menschen und man hat ein gutes Gefühl, wenn es ein Tier bis dahin geschafft hat.

Hundegehege in Asoka

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Katzengehege in Asoka

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11 asoka10 asokaBeispiel: Dort werden auch junge Hündinnen kastriert damit sie nicht mehr 6 Monate nach ihrer Adoption trächtig zurückgebracht werden. In Spanien wird die Vermehrung nicht verhindert. Alle geschlechtsreifen Tiere werden NUR kastriert vermittelt. Eine Vorbildfunktion (!!!!!), die wir gerne unterstützen.

Zurück nach Benidorm

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Wir also hinein, schnell durch die Hundeanlage, die Hunde werden täglich mit Restaurantabfällen gefüttert und sind daher nicht hungrig, aber sie sind den ganzen Tag im Zwinger eingesperrt ohne Gassi gehen und ohne weiche Liegeplätze. Wir hatten auch keine Möglichkeit einen Hund zu retten, da ASOKA voll ist und wir dort Unterstützung zugesagt hatten, zudem wollten wir ja im Katzengehege nachschauen was für Tiere dort sind.

Katzen Benidorm

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Gleich beim ersten Gehege: Jenny sah nur große blaue Augen die sie einfach anschauten, mir fiel seine verletzte Hinterpfote auf. Er konnte nicht auftreten und war zudem nur noch Haut und Knochen. Wir gingen weiter und bekamen – unseren AZUL – so hatten wir ihn gleich genannt - nicht mehr aus dem Kopf. Wir trafen eine ältere Frau mit Namen Benita. Sie hilft dort und versorgt die Benidorm Katzen so weit sie es noch schafft. Benita hatte auch gerade Flaschenkinder zu füttern. Wir fragten sie ob AZUL versorgt werden würde ... was sie verneinte ... der hiesige Tierarzt interessiert sich nicht für Katzen – ok. - Entscheidung gefallen, dann nehmen wir ihn mit.

Zurück beim Gehege, hielten wir nach ihm Ausschau, aber er war nicht mehr zu sehen. Also gingen wir hinein, um zu schauen wo er geblieben war. Und siehe da – er war schon „reisefertig“. Er lag in einer Schachtel die man nur noch zuklappen musste. Das taten wir dann auch und nahmen ihn mit.

In Altea zurück gingen wir sofort zum Tierarzt und ließen die Pfote versorgen. AZUL wurde untersucht: Dehydriert, abgemagert und mit entzündeter Pfote - aber wir sind guter Dinge, jetzt ist er ja bei uns.

Also wieder ab nach ASOKA – Alicante  (70 Km) um zu fragen, ob sie AZUL übernehmen für uns pflegen und dann mit dem nächten Flieger nachschicken würden, in unserem war ja bereits alles (Tier)besetzt. Ja, natürlich haben sie uns wieder geholfen und wir freuten uns, dass wir ihnen auch noch 500 € Spende von AHE übergeben konnten.

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Wir fragten Pilar, ob wir noch 2 Katzen aus Benidorm retten könnten. Da die, unserer Meinung nach, schnell vermittelbar wären weil sie so schöne Siams seien. Auch da standen sie wieder zu uns – vielen Dank an Asoka. Dienstag ab nach Altea, zu Rosemarie – eine Futterspende von AHE hinbringen und 3 Kastrationen veranlassen, dann haben wir noch ein bisschen gesessen und die Problematik vor Ort besprochen. Dann ab zum Friseur – kleine Auszeit – dann gleich weiter in die andere Richtung nach Javea zu Barbara, Welpen schauen, supersüß.

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Dann noch zu APASA, die Hunde schauen, die wir auf unserer HP bereits vorstellen. Ein kleiner Plausch noch mit der Leiterin. Dann wollten wir fahren, aber nix da, da kam noch eine aufgeregte Spanierin ins Hundetierheim. Sie erzählte, sie habe gerade am Strand eine Mutterkatze und zwei ihrer Babys aus den Fängen eines Hundes gerettet. Leider wurden die Anderen zerbissen. Jenny und ich schauten uns an und es war klar, wir nehmen sie mit. Also Miez und 2 Kitten eingepackt und wieder los nach Altea zum Tierarzt, Bissverletzung versorgen lassen und dann ab nach Calpe die Mama mit Futter versorgen. Mittwoch  wieder  nach Benidorm die 2 Katzen retten, die wir im Auge hatten. Wir kamen mit 2 Boxen dort an und wollten einpacken: 1 roter Langhaar Kater und 1 Langhaar Siam.

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die Vernunft Katzen

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Es war ein Regentag und der Rote war im Freigehege – aber für uns unsichtbar einfach nicht da, so ein Schei…….  Dachten wir, aber ok, flexibel wie wir sind mit der Zusage für 2 Katzen von den ASOKA Leuten in der Tasche. Das wollten wir schon ausnützen. Dann sahen wir eine Siam mit einem blinden Auge und waren der Meinung: hübsch und bestimmt trotzdem gut zu vermitteln. Also: eingepackt.

Ab ins nächste Gehege den Langhaar Siam rausholen, aber was sollen wir erzählen, der weigerte sich beharrlich in die Box zu gehen. Unterdessen krabbelte mir eine kleine 1,5 kg leichte Glückskatze (Nudly) die Beine hoch. Na gut, dann nehmen wir dich mit. Gesagt, eingepackt. Auch eine Schildpattkatze gab sich alle Mühe, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen, sie sprang aus dem Stand mir eingezogenen Krallen an den Hals um mich zu umarmen und es klang wie: Bitte nimm mich. So, jetzt hatten wir echt Not. Trotzdem ließen wir die Süße mit einem blöden Gefühl zurück. Die Vernunft im Kopf die uns  Bilder von unserer HP zeigt von den nicht vermittelten Schildpatts,die keiner will und von der Mama, die auch eine Schildpatt ist und bereits bei uns in Calpe ist.... ließ uns denken, wir tun das Richtige.

Wir gingen dann ins Büro vom Tierheim um auf Benita zu warten, da wir ein bisschen Auskunft über die Katzen haben wollten. Benita kam, sie freute sich über uns. Auf meine Frage: Sollen wir den halbblinden Siam nehmen oder die Schildpatt – was wäre wichtiger? Sagte sie: der Siam ist kastriert und bereits ein Jahr hier zuhause im Freigehege. Die Andere aber sei unkastriert, neu und traurig. Erleichtert, dass uns die Entscheidung so abgenommen wurde, sind wir wieder zurück und haben die Siam raus und die Schildpatt (Rutly) eingepackt und dann wieder ins Büro. Benita kam nochmal auf uns zu und bat uns doch die Flaschenkinder mitzunehmen. Es wäre nachts zu frisch und keiner würde sie von 17 Uhr bis 10 Uhr morgen versorgen. Ihre Sorge, war sie könnten sterben.

Ok, eingepackt und wieder ab zu ASOKA  - glücklich über diese superlieben Katzen - 3 zauberhafte 3 Wochen alte Katzenbabys, aber auch ein bisschen Kopfschütteln über uns selber, weil wir wieder unvernünftig waren,

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keine leicht vermittelbaren Katzen, sondern Katzen, die nicht leicht adoptiert werden. Es siegte mal wieder Herz über Verstand. Die großen Katzen blieben bei den Asoka Volontären, die sie auch gleich mit nach Hause nahmen. Die Babys mit zu uns in unsere Feriendomizil.

Jenny sitzt in der Küche und gibt den kleinen die Flasche, sie quäken wie Babys nun mal quäken, und schwuppdiewupp, sprang die Mutterkatze aus ihrem Körbchen – gucken was da so schreit. Dann packte sie das kleine am Nacken und holte es gleich in ihr Körbchen, so machte sie es auch mit den anderen zwei Babys. Wir saßen da, dass wir nicht geheult haben, war schon alles, und beschlossen diese Traummutter MOMENT – BEST MOMENT – zu taufen:

Diese Spanierin war im richtigen Moment da, um sie zu retten. Wir waren im richtigen Moment am richtigen Fleck, um sie mitzunehmen und sie war im richtigen MOMENT  bei uns, um diesen kleinen Babys wieder eine Mama zu sein.

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Alles was dann noch kam konnte diese 3 Tage nicht mehr toppen. Wir sind jetzt bereits 600 km gefahren und hatten nur noch vor, Lore zu besuchen, um ihr ihre Futterspende zu übergeben und auch von Marianne aus Luxemburg 100 Euro. Lore war leider nicht da, sie war gerade in der Schweiz.

So nahm Max die Spende für Lore gerne entgegen.

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Am Samstag sind wir dann noch an den Flughafen gefahren, da am Donnerstag erstmals das neue Terminal eröffnet wurde und wir mit Andrea B. und ihrem Tillmann 13 Tiere mitnahmen und nach München flogen. Wir wollten wissen, wo müssen wir hin und wie wird die Abwicklung mit den Tieren sein. Am Sonntag, beim Rückflug, sollen die Tiere nicht mehr Stress haben, als notwendig.

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Kurz zum Schluss – alles hat geklappt, wir waren wieder glücklich Zuhause. Dann haben wir freudig auf die Spanier gewartet, die uns AZUL zufliegen wollten. Sie kamen uns besuchen, um mit uns dann auch über NUDLY und NARNIA zu reden, die leider noch nicht flugfähig waren und erst Ende April kommen können. In Maisbrunn fanden sich deutsche und spanische Tierfreunde zusammen um bei einem gemütlichen Abendessen und Wein die gute und langjährige Zusammenarbeit zu begießen. Auch unsere Madeleine aus Hamburg war anwesend, zur großen Freude von Paloma, der Katzenfrau, bei ASOKA. Ein sehr gelungener Abend in Englisch der Beweist das Tiere Menschen Europaweit verbinden.

So, liebe Leser jetzt sind Sie gefragt, bitte helfen Sie uns für diese lieben Tiere gute und liebevolle Zuhause zu finden, auch für die Babys von BEST MOMENT – bitte helft alle mit, damit wir auch Ausnahmemenschen wie Lore, Rosemarie und einem Tierheim wie ASOKA oder Barbara unserer Welpenfrau aus Javea und dem Tierheim APASA weiterhin jede Unterstützung zukommen lassen können, die sie brauchen, ihre Kraft noch lange anhält, denn die Tierhilfe vor Ort, hat 1. Priorität. Und wir werden gerne dann diese Reise wiederholen, um wieder vergessenen Tieren zu helfen und eine solidarische und finanzielle Hilfe nach Spanien zu tragen.

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Sonja und Jenny

mit unserem AHE - und ASOKA Team

bei uns in Maisbrunn