08.11.2011 mit einer Anzeige auf unserer Homepage: ...

108.11.2011
Tigrillo ist wieder mal ein Kater für Katzenkenner mit viel(!!) Geduld. Wir weigern uns Katzen als "hoffnungslosen Fall" zu bezeichnen. Denn wenn wir die Hoffnung aufgeben was ist dann??? Sicher, die meisten der Menschen die ein Tier bei uns suchen möchten Schmusekatzen. Es gibt aber auch die Menschen die eine wirkliche Aufgabe suchen. Tigrillo könnte so eine "Aufgabe" sein. Ihm eine Tablette zu verabreichen ist schon ein Geduldspiel. Er wäre der Richtige für jemanden der damit leben könnte, dass es vielleicht Jahre dauert ehe er sich anfassen lässt? Unsere tolle Kontaktfrau in Spanien nimmt "solche Tiere" zu sich, wenn wieder ein Platz bei ihren Katzen frei geworden ist. Sie sagt: Ich schaffe es auch diesen Katzen begreifbar zu machen, dass sie vertrauen dürfen. Trotz alledem haben wir es auch schon erlebt, dass eine völlig scheue Katze im eigenen Zuhause sich so verändert hat als wenn sie einen Schalter umgelegt hätte. Und das teilweise in viel kürzerer Zeit als vermutet. Nun wünschen wir uns für den Tigrillo ein Zuhause das nur auf einen solchen Kater gewartet hat.

15.10.2013...schreibt Tigis "Zuhause":.....

Wie werden scheue Katzen zahm? Natürlich in Gesellschaft!

IMG 0162 sUnser Tigi (früher Tigrillo) ist das, was man eine schwer vermittelbare Katze nennt: scheu und nicht bereit, sich anfassen zu lassen. Er könnte laut seiner Beschreibung auf der AHE –Seite eine „Aufgabe" für jemanden sein, der sich dieser speziellen Herausforderung gewachsen fühlt. Wir haben das Wagnis auf uns genommen. Das ist nun über 1,5 Jahre her und aus dem fauchenden, verängstigten Kater aus Spanien ist in wenigen Monaten ein wunderbares Mitglied unserer Katzenbande geworden. Geduld und Spucke – und die richtigen Leckerlis – haben sein Vertrauen gewonnen.

Viel wichtiger waren jedoch unsere zwei anderen Kater, Skadi und Finn, für Tigi. Ohne die beiden hätten wir wohl nur schwer Tigis Vertrauen gewonnen. Er war schließlich kein Kitten mehr, ja nicht einmal ein Jungkater, sondern gut und gern 3 Jahre alt, die er zum größten Teil im Tierheim verbrachte, als er zu uns kam. Für ihn war alles plötzlich neu und es muss schlimm gewesen sein, plötzlich allein nach einer langen Reise, ohne seine Kumpels in eine fremde Umgebung zu kommen.

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Zum Glück sind unsere Kater sehr sozial und anhänglich, sodass Tigi durch sie schnell gelernt hat, dass ihm keine Gefahr durch Menschen droht, dass er Futter und Leckerlis annehmen kann und dass Spielen und Toben gemeinsam mehr Spaß macht. Er tobt begeistert wie ein Kitten mit den anderen, aber auch mit uns durch die Wohnung. Durch Skadi und Finn war es auch möglich ganz nah an ihn heran zu kommen, sodass er sehr schnell begriffen hat, dass Streicheln und Kraulen echt toll sind. Mittlerweile zeigt er sogar ab und zu mal sein Bäuchlein und verlangt somit selbst nach Streicheleinheiten.

Faszinierend ist jedoch das er nach wie vor nur schnurrt wenn einer unserer beiden Kater bei ihm ist...

Ich denke, Tigis Fall zeigt zwei Dinge sehr gut: Dass man auch den scheusten Katzen unabhängig von ihrem Alter eine Chance geben sollte. Und wie wichtig Gesellschaft für Katzen ist.

Ich hoffe sehr, dass unser Beispiel all jenen Mut macht, die sich bisher noch nicht getraut haben, sich auf sogenannte Problemfälle oder ältere Katzen einzulassen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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