freddyEs begann im Oktober 2013, mein Freund (Robert) und ich (Johanna) - beide bereits mit Katzen aufgewachsen, waren auf Wohnungssuche.
Schon länger war klar, dass wenn erst einmal genug Platz da ist auf jeden fall ein Kater bei uns einziehen soll. 
Ich konnte es natürlich nicht abwarten und schaute (auch ohne neue Wohnung) "nur zum Spaß" nach Katzen im Internet. Es dauerte keine 5 Minuten und ich stieß auf die Anzeige von Freddy. 
Es genügte ein Blick und ich hatte mich verliebt... Freddy (unbedingt Einzelplatz!), ca. 5 Jahre alt, sehr dominant, kann möglicherweise Pinkeln und Beißen, braucht Spezialnahrung da er ein Problem mit der Leber hat. Zudem fehlte ihm ein Stück vom Ohr.
Er sah aus wie ein richtiger Rabauke. 
Er war wunderschön.
 
Ich zeigte ihn also Robert….

 

So verging erst mal etwas Zeit... Wir fanden die Wohnung und zogen Ende Dezember um.
Ich "überprüfte" regelmäßig ob Freddy noch da war...
 
Mitte Januar 2014, immer noch umgeben von Kisten, hielt ich es einfach nicht mehr aus und schrieb kurzerhand von unserem Interesse für Freddy. Wollte ich doch verhindern, dass sich jemand anderes sich in MEINEN Kater verliebt.
 
Madeleine konnte mir gar nicht glauben, dass wir wirklich Freddy haben wollten. Er saß schließlich seit 3 Jahren im Tierheim in Spanien ohne ernsthafte Interessenten... 

..Stimmt, wenn ich mich recht erinner war das ein sehr „emotionales“ Gespräch zwischen Johanna und mir. Es war wie ein Wunder ..ich konnte es noch gar nicht fassen. Übrigens war dies die absolut erste Anfrage für Freddy in den 3 Jahren!
Trotz meiner Beschreibung von Freddy die, wie immer, sehr ehrlich war: Er kann wirklich Pinkeln, Beißen und ob er wirklich noch in der Lage ist sich nach 3 Jahren auf Menschen einzulassen..selbst das sei nicht mit 100%iger Sicherheit zu sagen….Johanna wollte sich ernsthaft in Ruhe alles mit Robert überlegen.

Nach einer kurzen Bedenkzeit, ob wir ein Tier adoptieren wollen welches wir noch nie gesehen hatten, entschieden wir uns für Freddy. Es gab sowieso keine andere Möglichkeit für uns. Freddy war in Gedanken schon lange unser Kater und nun sollte er endlich ankommen.

…Ich habe mich natürlich unendlich für Freddy gefreut!! Und ganz besonders über Johannas Aussage: Wir wollen dann doch lieber erst die Kisten zu Ende auspacken. Wenn er Markieren sollte ist das dann besser weg zu putzen…zumindest war das Sinngemäß das was Johanna sagte

Jetzt mussten schnell alle Kisten ausgepackt werden und auch die Platzkontrolle lief problemlos.

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Freddy ist allerdings etwas größer als gewöhnliche Hauskatzen und etwas schwerer... Daher konnte er nicht in einer Kabinebox fliegen sondern musste auf einen Direktfug warten auf dem er in einer Frachtbox mitgenommen wurde und wir mussten uns noch etwas gedulden bis ein Flugpate dafür gefunden war.

Dann ging alles ganz schnell und wir saßen am Flughafen München und warteten auf Freddy.
Wir waren sehr aufgeregt, da er als "Pinkler" und "Beißer" bekannt war und wir überhaupt nicht einschätzen konnten, wie er sich wohl Verhalten wird...

Auf der Heimfahrt gab er keinen Mucks von sich... wir wollten ihn auch nicht verängstigen, also hatten wir nur kurz einen Blick hinein geworfen um sicher zu sein, dass es auch unser Kater ist.
Kurz bevor wir zuhause ankamen, haben wir allerdings doch mal nachgesehen ob mit ihm alles okay ist. Schließlich hatten wir beide noch nie erlebt, dass eine Katze in der Transportbox und dann auch noch im Auto so ruhig sein kann. Und was war mit ihm? Er hat seelenruhig geschlafen.
Zuhause angekommen dauerte es keine 2 Minuten und er erkundete erhobenen Schwanzes sein neues Zuhause und strich auch uns um die Beine.
Wir konnten unser Glück kaum fassen.... Nach etwas weniger als einer Stunde lag er bereits auf meinem Schoß und ließ sich kraulen.
Seit diesem Tag schläft Freddy mit im Bett und überschüttet uns mit Liebe. Jeden Tag findet er eine neue Position auf uns und wirft sich richtig in unsere Arme... würden wir ihn nicht immer festhalten, wäre er schon fast das ein oder andere Mal vom Sofa gestürzt ;)
 
...und noch etwas... laut den Spaniern hat Freddy nie "gesprochen"... nun redet er ununterbrochen (außer er schläft ;)) Er klingt lustiger weise wie eine Mischung aus Frosch/Affe/Ente... auf jeden Fall sehr lustig und facettenreich.

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Alles in allem ist dieser Kater das Beste was uns hätte passieren können. Und anscheinend beruht das auf Gegenseitigkeit.
 
Nach 4 Monaten haben wir sein Blut erneut untersuchen lassen um zu schauen wie es seinen Leberwerten geht und was sagte die Tierärztin? Herzlichen Glückwunsch, ihr Kater ist kerngesund!

….Dies zeigt wieder wie viel es zur Gesundheit beiträgt wenn sich die Katze wohl fühlt…bzw. was ein Tierheim für eine Katze bedeutet und wie dies den Charakter und die Gesundheit beeinträchtigen und sogar verändern kann!!...

Nun ist er ziemlich genau ein halbes Jahr bei uns und wir geben ihn sicher nie wieder her!

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Ganz liebe Grüße von Freddy & Robert & Johanna

….Für mich ist dies eine der ganz besonderen Vermittlungen. Immer wieder hatte ich feuchte Augen wenn Johanna mir von ihrem geliebten Kater erzählte.
Wir alle sind so dankbar das es doch ab und zu Menschen gibt die sich auch von den schlimmsten Schilderungen nicht abbringen lassen. Da wirklich nie mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann wie sich ein Tier in einer völlig neuen und unbekannten Umgebung einfügen wird oder kann. Wenn aber schon im Vorwege klar ist das speziell dieses Tier viel Geduld erfordern wird…und diese Geduld auch vorhanden ist steht einem glücklichen Ende nichts mehr im Weg.
Im Gehege in ASOKA kehrte zudem wieder mehr Ruhe ein da der schlimmste der dominanten Katzen in sein eigenes zuhause einziehen durfte!!

Danke Johanna und Robert